Aktuelle Ausstellung:
Randa Mirza − Beirutopia / View From Home

Ausstellung: 13. August – 25. September 2021
in Kooperation mit der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg

Randa Mirza. Beirut is back and it is beautiful. aus der Serie: Beirutopia (2011–2019)
Courtesy: Randa Mirza / Galerie Tanit
 

Seit dem Ende des libanesischen Bürgerkriegs bemüht sich Beirut durch einen Bauboom, der durch große Zuflüsse von ausländischem Kapital angeheizt wird, seinen Glanz wiederzuerlangen. Um für ihre Gebäude zu werben, montieren Immobilienagenturen rund um die Baustellen riesige Plakatwände, die das Ergebnis ihrer Stadtansichten darstellen; diese Bildsynthesen simulieren die Gebäude, ihre Innenräume, die Umgebung, die geisterhaften Bewohner und den Lebensstil.

In den letzten zehn Jahren hat Randa Mirza diese virtuellen Renderings fotografiert, wie sie in ihre reale Umgebung eingebettet sind. Diese Dichotomie und Gegenüberstellung beschwört das Unheimliche in diesen Fotografien herauf. Ihre "Beirutopia"-Serie spiegelt die Transformation der Stadt Beirut wider, die das Platzen der libanesischen Wirtschaftsblase und den anhaltenden finanziellen Zusammenbruch ankündigt.

Mit Verkehrsbeschränkungen und Ausgangssperren, die im letzten Frühjahr zur Eindämmung des Corona-Virus vorgeschrieben wurden, sah Beirut aus wie die Utopie dieser Werbeankündigungen. "We promise, we deliver" ist eine aktuelle Fotoserie, die die Stadt leer, seelenlos, wie auf einem gerenderten Plakat zeigt.
          
Die aktuelle Krise des Libanon erreichte ihren Höhepunkt in der Hafenexplosion am 4. August 2020, die halb Beirut und sein soziales Gefüge zerstörte und viele seiner BewohnerInnen verwundet und obdachlos zurückließ. "View From Home" ist eine fotografische Arbeit von Jeanne et Moreau (alias Lara Tabet und Randa Mirza). Die Künstlerinnen benutzten ein Fernglas, um die Stadt von ihrem Hausfenster mit Blick auf den Hafen von Beirut zu fotografieren. Die Arbeit umfasst zwei Zeitspannen - vor und nach der Explosion – um das zyklische Muster von Aufbau und Zerstörung in Beirut hervorzuheben.

Beirutopia ist im Wesentlichen der Titel einer gegen-utopischen Situation, die keinen Unterschied zwischen illusorischen Bildern und der Pastiche-Erzählung macht, die sie verkörpern. Randa Mirzas Fotografien werden in diesem Sinne zu Räumen des Widerstands.

Randa Mirza, *1978 in Beirut; lebt und arbeitet in Marseille und Beirut.

 

Im FOTOHOF archiv: Fritz Macho revisited

Ausstellung: 15. Juni − 11. November 2021

FOTOHOF archiv / Sparkassenstraße 2 / 5020 Salzburg / Austria
Öffnungszeiten: Di, Mi, Do 15–18 Uhr

Fritz Macho, aus der Serie "Familienbilder", 1940er Jahre
 

Am 11. Juni 1981 wurde die Galerie FOTOHOF mit den damals neu entdeckten Bildern Fritz Machos eröffnet. Fritz Macho hat in den 1930er Jahren Portraits von „Menschen am Land“ (so auch der Titel des inzwischen vergriffenen Bildbandes) gemacht, die von Peter Weiermair im Vorwort mit der Arbeit von August Sander verglichen wurden.

Jetzt, 40 Jahre später, hat das FOTOHOF archiv weitere Bilder dieses Fotografen gefunden und hochwertige Digitaldrucke von den Negativen hergestellt. In der neuen Ausstellung wird eine Auswahl der vorhandenen analogen Fotografien durch die neu aufgefundenen und digital ausgearbeiteten Ausdrucke ergänzt.

Es sind private Bilder, die eine ganz besondere Sicht auf seine Familie zeigen. Gleichzeitig unterstreichen sie auch den fotografischen Stil, den die Arbeit von Fritz Macho auszeichnet.
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VERLAGE ZU GAST 2:
ÉDITION GWINZEGAL

Ausstellungsdauer: 13.8. - 13.11.2021

02.Oktober 2021, 18 Uhr (Lange Nacht der Museen)
in der FOTOHOF bibliothek:
Jerôme Sother (Édition GwinZegal) im Gespräch mit Birgit Sattlecker

http://www.gwinzegal.com

Madeleine de Sinéty - Un Village © Èdition GwinZegal
 

Seit etwa zehn Jahren publiziert der französische Verlag ÉDITION GWINZEGAL Fotobücher. Das GwinZegal Art Centre ist ein Zentrum für Fotografie in Guingamp in der Bretagne. Als Teil der Aktivitäten werden drei bis vier Bücher pro Jahr herausgegeben, bisher erschienen etwa fünfzig Publikationen. Neben eigenständigen Monografien von z.B. Tom Wood, Stephanie Kiwitt oder Malick Sidibé entstehen viele Buchprojekte in Verbindung mit „artist residencies“ von nationalen und internationalen KünstlerInnen, die oftmals die ländliche Gegend der Bretagne, politische Gegebenheiten, alltägliche Situationen der Region thematisieren und in künstlerische Projekte umsetzen.

Einige Publikationen wurden mit Preisen ausgezeichnet, wie dem Prix du livre d'auteur de l'année des Festivals Les Rencontres d'Arles für „Ville de Calais“ von Henk Wildschut und dem Prix du livre Paris Photo für „Imaginary Club“ von Oliver Sieber.

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Woman to Woman: Gerti Deutsch und Inge Morath

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Wolf Suschitzky Fotografie Preis 2020

noch bis 30. September einreichen

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19. Juli – 1. November 2020, Museo Diocesano di Milano

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Buchpräsentation in Wien: 13. Juni, 11 Uhr

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