FACE TO FACE 7

Eröffnung: Tuesday, Sep. 17, 2002, 7 pm
Von 17.09.2002 bis 31.10.2002
Öffnungszeiten: Mo-Fr 3pm-7pm, Sa 10 am-1 pm

Free portraits, London 2001 (Dan and David)
Color print
 

Leo Kandl

Kontinuierlich und konsequent beschäftigt sich Leo Kandl nun bereits seit mehreren Jahrzehnten mit dem Genre Porträtfotografie, indem er die Menschen dort beobachtet und aufnimmt, wo ihr Alltag außerhalb ihrer häuslichen Umgebung stattfindet. Die variantenreiche Form der Beziehung zwischen dem Fotografen und seinem Modell spielen bei den meisten der in der Ausstellung vertretenen Positionen eine bedeutende Rolle. Ähnlich wie Anett Stuth in ihrer Serie „Suche“ stellte auch Leo Kandl den Kontakt zu seinen „Modellen“ mittels Zeitungsannoncen her. Dem lapidaren Aufruf, der keinerlei Informationen über den Fotografen und den Kontext der weiteren Verwendung der Bilder beinhaltete, kamen erwartungsgemäß vorrangig jüngere, aufgeschlossene Menschen aus dem urbanen Raum nach. In verschiedenen städtischen Zentren, in London, New York, Wien, aber auch in Havanna, entstanden in der Folge Porträts im öffentlichen Raum, die zum Teil wie schnappschussartige Straßenaufnahmen oder private Fotografien wirken. Die Modelle bestimmen ihre Inszenierung selbst, Kleidung, Pose, Umgebung sind von ihnen gewählt. Der Fotograf agiert sehr zurückgenommen, erreicht aber dennoch eine unmittelbare expressive Qualität in den Arbeiten. Kandls fotografische Methode lässt Spielräume für emotionale Interaktionen, da das möglicherweise riskante Aufeinanderzugehen zweier unbekannter Personen im Rollenspiel Modell - Fotograf Bilder produziert, die von Neugier und gelegentlich subtil erotisch aufgeladener Atmosphäre gekennzeichnet sind. Über das Private, Individuelle hinaus gehend wird jedoch auch Allgemeingültiges ausgedrückt. Aussagen über soziale Zugehörigkeit und bewusste Konstruktionen von Individualität lassen sich aus verschiedenen visuellen Codes wie Kleidung, Accessoires oder aus der Form der Selbstinszenierung ableiten. Kandls Arbeiten verbinden eine konzeptuell-dokumentarische Vorgehensweise mit dem Interesse an Subjektivität und Individualität des Porträtierten.


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